Hans Philipp v. Buseck
gen. Münch

last update: 19.07.2012

PN 4037

Übersicht auf Stammtafel

 

Vater: Johann v. Buseck gen. Münch
 
Mutter: Dorothea v. Küchenmeister [1]
 
* 1555 in Bubenrod [1] ~
+ # 13. Juli 1611 beerdigt in der Pfarrkirche in Darmstadt [1]
∞ 29. Juni 1581 [2]
Anna Helena v. Trohe

 

Kinder:
  erw. +

 

Zur Person:
Vierer und Ganerbe des Busecker Tals, Landgraf Ludwigs gewesener vornehmer Geheimer Rat und Oberamtmann.
 
Belege:
1568 Juni 5, Marburg
Landgraf Ludwig IV. v. Hessen bekundet: Er hat den Gebrüder Hans Hermann, Hans Philipp und Ernst Mönch v. Buseck, Söhnen des verstorbenen Johann Mönch v. Buseck, die Wiesen zu Ehringshausen, genannt die Ehringshauser Wiesen unter Königsberg, zu einem Mannlehen verliehen.

HStAD B 14 Nr. 291; Regest aus: HADIS 
 
1583
Hans Philipp von Buseck gen. Münch ./. Werner Clement von Naunheim: Kungelswiese zu Blasbach

HStAD E 12 Nr. 15/2; Regest aus: HADIS 
 
1584
Finanzielle Forderung des Hans Philipp von Buseck gen. Mönch als Ehemann der Helene geb. von Trohe an deren Bruder Henrich von Trohe wegen rückständigen Heiratsgutes

HStAM Best. 17 d Nr. von Trohe 7; Regest aus: HADIS 
 
1584 Oktober 10, Marburg
Die landgräflich-hessischen Statthalter und Räte bekunden: Sie haben im Auftrag Landgraf Ludwigs IV. v. Hessen die Streitigkeiten zwischen Kaspar Schutzbar gen. Milchling, Hauptmann zu Gießen, und anderen [ungenannten] Gießener Beamten einerseits sowie den Vierern und Ganerben des Buseckertals andererseits aufgrund einer am achten Oktober in der Marburger Kanzlei stattgefundenen Verhandlung mit Zustimmung des Landgrafen wie folgt verglichen: Die Entscheidungen der Kanzlei und des Hofgerichts sollen von den Gießener Beamten entsprechend dem Vergleich von 1576 Oktober 16 vollstreckt werden; im übrigen sollen sie Gebot und Verbot im Buseckertal nicht in Anspruch nehmen. Hinsichtlich der sog. alten Struth war mit Urkunde von 1575 Mai 17 ein Rezess zwischen den Gemeinden Gießen, Staufenberg, Wieseck und Alten-Buseck errichtet worden. Desungeachtet sollen Vierer und Ganerben dort näher umschriebene Jagdrechte haben. Auch die Hutrechte sollen weiter bestehen bleiben. Weiter werden die Baupflichten an der Kirche zu Großen-Buseck, Rechte an einem Stall am Kirchhof daselbst, an einem Mahlwerk des Klosters Arnsburg im Gericht Steinbach, an einem Zehnten, über den zwischen dem verstorbenen Georg Schutzbar gen. Milchling, dem Bruder Kaspars, und den Erben des verstorbenen Melchior v. Trohe Streit entstanden war, und am Waidwerk im Buseckertal in näher umschriebener Weise geregelt.
Siegler: Landgraf Ludwig IV. ; Kaspar Schutzbar gen. Milchling; die Vierer und Ganerben des Buseckertals, namentlich Philipp v. Trohe, Hans Hermann und Hans Philipp Mönch v. Buseck, Wilhelm v. Buseck und Kraft Mönch v. Buseck, auch namens der übrigen Ganerben

HStAD B 14 Nr. 99; Regest aus: HADIS 
 
1586 Nov. – 1587 Juli
Betr.: Oberamtmann Philipp v. Buseck gen. Mönch zu Rüsselsheim Oberamtmann Hermann v. Buseck gen. Mönch zu Darmstadt

HStAD E 8 A Nr. 4/1 S. 8 f
 
1590 Juni 22
Hanß Philipsen von Buseck genant Münch Gegenberichts an Landgraff Ludwigen zu Hessen / in seiner Schuldforderungs Sach contra Henrichen von Trohe / deren sub lit Z.3 in extrajudical ulterior document. Ann. 1590 Erwehnung beschiehet / de dat. 22. Juni 1590
Als gelanget hierumb an E. Fr. Gn. mein und meiner Hauß Frauen unterthäniges hochfleisiges Bitten / E. Fr. Gn. die wollen mich / wie auch meine Hauß Frau / auf ungütliches Abringen des zu milden Gegenberichts meines Schwagern / und ob ich zuvor ungütlich klagen solln / in Gnaden entschuldigt halten / und als meine ordentliche Obrigkeit und Lands Fürst / bey meinen Brieffen und Siegeln gegen denen darvor ganz unklar= und dunckelen Schatten gnädiglich erkennen x.

Memoriale S. 172
 
1595, Mai 12
Schreiben Johann Eberhards von Kronberg an seinen Schwager Hans Philipp v. Buseck gen. Münch. Der soll beim Landgrafen darauf hinwirken, daß Eberhards Wunsch vom 2.11.1593 erfüllt wird. Er würde selbst kommen, wenn der Landgraf nicht krank wäre.

Wolfgang Ronner, Die Herren von Kronberg Nr. 2262
 
1599-1600
Instruktion des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt an Oberamtmann Hans Philipp von Buseck gen, Münch zu einer Absendung an Graf Heinrich von Isenburg wegen des Kalvinismus im Gebiet des Grafen Wolfgang Ernst von Isenburg und der Absicherung dagegen durch Verkauf der Allode an einen lutherischen Reichsstand sowie Vertragsabschluß

HStAD E 12 Nr. 148/1; Regest aus: HADIS 
 

1601, April 27
Hans Philipp Mönch v. Buseck
bekundet: Landgraf Ludwig V. v. Hessen hat ihm gem. inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums eine Gülte von 20 Malter Korn aus den Huben zu Arheilgen, wie sie die verst. Hans Bleickhard Landschad v. Steinach und Batt Horneck v. Hornberg inne hatten, zu einem Mannlehen verliehen. Dafür hat er den Lehnseid geleistet.
Siegler: Aussteller

HStAD A 5 Nr. 47/3 = B 14 Nr. 292
 

1602 - 1671
Der Rat und Oberamtmann Hans Philipp v. Buseck gnt. Münch modo seine Erben (Crafft v. Buseck gen. Münch, später seine Söhne Crafft Adam und Johann Philipp): Lehensexpektanz auf die Güter des Jost Rau v. Holzhausen (Sohn des + Jost, verstarb ohne männliche Erben) zu Auerbach, Ober- und Nieder-Modau, Ernsthofen, Klein-Bieberau, Asbach und Darmstadt sowie Verkauf der Lehen an die v. Bobenhausen

HStAD E 14 G Nr. 22/11
 
1602 Dezember 6, Großen-Buseck
Die Ganerben des Buseckertals, namentlich Heinrich v. Trohe, Johann Rudolf v. Buseck, Wilhelm Reichard v. Buseck, Hans Philipp v. Buseck, Hans Philipp Mönch v. Buseck, Oberamtmann zu Darmstadt, Kraft Mönch v. Buseck, Hermann Otto [Brand] v. Buseck, Hans Georg v. Trohe, Sohn des verst. Melchior, und Hans Georg d.J. v. Trohe bekunden: Sie haben sich zu Glück und Wohlfahrt ihrer Ganerbschaft aufgrund der Lehns-und Burgfriedensbriefe der römischen Kaiser und Könige in der folgenden Weise miteinander verbunden: Sie wollen alle ihre Streitigkeiten gemäß der Lehns- und Burgfriedensbriefe freundschaftlich miteinander entscheiden, christlich und adelig miteinander umgehen, den gegenseitigen Nutzen fördern sowie gute Policey und Ordnung einhalten. Ungehorsame Ganerben sollen ihrer Ehr- und Redlichkeit sowie ihres ganerbschaftlichen Einkommens verlustig gehen. Außer den beiden Häusern Buseck und Trohe sollen keine anderen adeligen Häuser in die Ganerbschaft aufgenommen werden. Es sollen im übrigen nur diejenigen aufgenommen werden, die von ihren adeligen Eltern her ehelich geboren. Die bestehenden Lehnsbriefe, Burgfrieden, Statuten, Gewohnheiten und gute Herkommen sollen von dieser Vereinbarung unberührt bleiben.
Siegler: Aussteller; Datum: Datum zue Grosen Buseck des sechsten tagk Decembris

HStAD B 14 Nr. 65
Regest nach: J. Friedrich Battenberg (Bearbeiter), Archiv der Familie von Buseck und der Ganerbschaft Buseckertal (Bestände B 14 und F 28). Darmstadt 2000

 
(1605) 1606
Auseinandersetzung des Hans Philipp v. Buseck mit Horst Hermann v. Lesch zu Mühlheim wegen Tauschs von Gütern zu Königsberg und Reiskirchen

HStAM Best. 111 i Königsberg Nr. 40;  Regest nach HADIS 
 
1606 August 17 Darmstadt
Testament Landgraf Ludwigs V. von Hessen-Darmstadt
Pergamentlibell, mit den Unterschriften der Landgrafen Ludwig V., Ludwig [VI.], Friedrich [I. von Hessen-Homburg] und Philipp [III. von Hessen-Butzbach] sowie der Beamten Hans Philipp v. Buseck gen. Münch, des Kanzlers Johann Pistorius (Niddanus), des Dr. iur. utr. Johannes Faber, Johann Philipp Kleinschmidt, des Landschreibers Johann Weitzel, des Kammersekretärs Johann Friedrich und des Hofpredigers Dr. Heinrich Leuchter, angehängte Siegel fehlen

HStAD B 1 Nr. 220; Regest nach HADIS 
 
1610 Januar 11 Darmstadt
Notariats-Instrument des Stadtschreibers Hermann Geisheimer zu Darmstadt über ein im Haus des Oberamtmanns Hans Philipp v. Buseck gen. Münch auf dem Neuen Bau durch Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt auf dem beigefügten Papierlibell errichtetes Kodizill zu seinem Testament. - Zeugen: Oberamtmann Hans Philipp v. Buseck gen. Münch der Obergrafschaft Katzenelnbogen, Kanzler Johann Pistorius (Niddanus), Marschall Johann Wolf v. Weitolshausen gen. Schrautenbach, Hofrat Dr. iur. Johann Faber und Sekretär Heinrich Wogesser

HStAD B 1 Nr. 221; Regest aus: HADIS 
 
1611
sein Testament und Streit um sein Erbe

HStAD E 12 Nr. 15/3
 
 

1 Quelle: Conc. Jun. 15 (Nr. 22): Vierer und Ganerbe des Busecker Tals, Landgraf Ludwigs gewesener vornehmer Geheimer Rat und Oberamtmann, + am 13. Juli 1611 beerdigt in der Pfarrkirche in Darmstadt :gedruckt 1611, gewidmet: der Witwe Helena, geb. von Trohe, sowie Hans Georg von Trohe, Kraft von Buseck gen. Münch, + Heinrich von Trohe, alle Vierer und Ganerben des Busecker Tals; * Buberode 1555, Vater: Johann von Buseck gen. Münch, Vierer und Ganerbe des Busecker Tals und Amtmann zu Solms, Mutter: Dorothea Küchenmeister von - (nach StAD R 21 C 1 Nr. NACHWEIS)
2 Friedrich S. 43
 
Literatur
Waltraud Friedrich: Das ehemalige Prämonstratenserinnenkloster Konradsdorf: 1000 Jahre Geschichte und Baugeschichte (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte; Bd. 118), Darmstadt/Marburg 1999
Wolfgang Ronner, Die Herren von Kronberg und ihre Reichslehen 1189-1704. Regesten und ergänzende Texte. Frankfurt am Main 1999
 
 

buseckertal.de                                                                                                                                        ©  Text: Elke Noppes M. A.