Johann v. Buseck
gen. Münch

last update: 25.11.2012

PN 4002

Übersicht auf Stammtafel

 

Vater: Philipp v. Buseck gen. Münch
 
Mutter: N. Riedesel v. Bellersheim [2]
 
* ~

erwähnt von 1515 bis .....

+ vor 1563 #
I. ∞
N.N. [3]
 
II. ∞
Dorothea Küchenmeister v. Wächtersbach [1]

 

  Kinder:
I. Hans Hermann erw. ∞  Anna v. Hertingshausen
II. Ernst   Deutsch-Ordens-Ritter
  Hans Philipp   ∞  Anna Helena v. Trohe
  Amalia   ∞  Claus v. Hohenstein
  Ursula   ∞  Gebhardt Schlaun v. Linden
  Anna Maria   ∞  Melchior v. Trohe

 

Zur Person:
 
 
Belege:

1516, Aug. 29
Arnolds Hengen und seine Frau Eva, wohnhaft zu Waldgirmes, verkaufen Else Duysburger, Tochter des Konrad Duysburger, und den Kindern, die sie mit dem verstorbenen Johann von Garnbeinheim hatte, alle wohnhaft zu Wetzlar, einen Gulden in Gold Frankfurter Währung jährliche Gülte aus benannten Gütern.
Siegler: Junker Johann Mönch von Buseck, Amtmann zu Hohensolms
Freitag nach Bartholomäi 1516

HHStAW Abt. 6 Nr. 90; Ausf. Perg. Mit einem Siegel
 

1536 Mai 01
Horbeshenne und seine Frau Ellszgen, Bürger zu Hohensolms, verkaufen dem Stift zu Wetzlar eine Korngülte zu Hohensolms.
Siegler: Junker Johann von Buseck gen. Mönch (Monch), Amtmann zu Solms

HHStAW Abt. 90 Nr. OHNE; Regest aus: HADIS 
 

1536 Juli 12 [uff mitwochen noch sanct Kilianus tag]
Die Gebr. Philipp und Johann Mönch v. Buseck bekunden: Sie haben einen gestabten Eid geschworen, dem Heiligen Reich und dem römischen Kaiser [Karl V.] getreu, hold und gehorsam zu sein, das Gericht Buseckertal zu schirmen und es bei seinem alten Herkommen zu belassen, wie es sich aus den Bestimmungen der Burgfriedensbriefe ergibt. Heimlichkeiten wollen sie verhehlen und alles das tun, was einem Ganerben des Buseckertals zu tun gebührt.

HStAD B 14 Nr. 62; Regest nach HADIS 
 

1540 März - Juli
Beschwerde des Amtmannes zu Solms Johann v. Buseck gen. Mönch wegen Übergriffe des Amtmannes zu Königsberg Marx Lesch v. Mölnheim im Dorfe Frankenbach. Pfändung des hessischen Försters Wenzel zu Frankenbach durch Jorg Schreiber und Hans Schmitt aus Solms und seine Mißhandlung durch den solmsischen Förster Valtin zu Erda

in HStAM Best. 3 Nr. 2893; Regest aus: HADIS 
 
1541 Mai 14
Philipp v. Buseck gen. Mönch und seine Ehefrau Liese geb. v. Mudersbach bekunden, dass sie dem Grafen Philipp v. Solms-Münzenberg für 24 Gulden Frankfurter Währung gen., ihnen bei der Erbteilung mit Philipps Bruder in der Stadt Lich zugefallenen Gefälle, verkauft haben, nämlich zehn Schilling von Kunz Lindenlaubs Behausung, ein Schilling von Hans Laes Behausung, 13 1/2 Heller von Margarethe Johanns Behausung, sieben Schilling von Kunz Scheffers Behausung, vier Schilling von dessen Scheune und ein Schilling der Behausung der Else, Ehefrau des Volprecht Waner
Siegler: Aussteller 1, Johann v. Buseck gen. Mönch, Schwager der Aussteller 2, für diese

Fürstlich-solmsisches Archiv Lich, Licher Urkunden, Kasten 31; Regest aus: HADIS 
 
1544 Februar 26
Gießen: Volprecht v. Schwalbach, Burgmann zu Gießen, bekundet, dass er mit Zustimmung des Eberhard v. Schwalbach und dessen Ehefrau Dorothea, auch Eckhard Riedesels und dessen Ehefrau Anna, seines Bruders bzw. seiner Schwester mit jeweiligen Eheleuten, der Katharina geb. Schwertzell von Willingshausen, der Witwe des Volprecht von Schwlbach für 480 fl. Frankfurter Währung gen. Wiesen und Äcker vor Gießen (detaillierte Beforchungen) verkauft habe. Siegler: Johann Mönch v. Buseck, Schwager des Ausstellers 1, Eberhard v. Schwalbach und Eckhard Riedesel

HStAD A 3 Nr. 123/153; Regest aus: HADIS 
 
1548 August 11
Johann v. Buseck gen. Mönch an Graf Friedrich Magnus v. Solms: Bittet ihn, die von Königsberg anzuweisen, die ihm gepfändeten Hammel wieder zurückzustellen, da ihm und seinem Vater bisher rechtmäßigerweise Weidgangsrechte zugestanden haben

HStAD B 9 Nr. 1783; Regest aus: HADIS 
 
1549 April 24
Philipp und Johann v. Buseck gen. Mönch bekunden, dass ihnen Graf Reinhard v. Solms gemäß inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums, auch für dessen Vetter Grat Friedrich Magnus, einen Burgsitz zu Königsberg als Königsberger Burgsehen verliehen habe, wofür sie den Lehnseid leisten

Fürstlich-solmsisches Archiv Laubach, Laubacher Urkunden, Or. XI V/1 (Mahnbuch von 1549); Regest aus: HADIS 
 
1553 Mai 10
Zeugnis der adelichen Herkunft und der Ahnen Johanns von Buseck, v. J. 1553, welches vor dessen Aufnahme in die Ganerbschaft alt Limburg derselben übergeben worden
Wir nachbenannte Hartmann von Troho und Johann von Buseck genannt Monich beyde virer und Ganerben des Busecker thals bekennen in Krafft dieses offenen Briefs für uns und alle unsere Erben nachkommende und Mitganerben gemeltes Busecker thals, daß der Edel und Ehrenveste Johann von Buseck Schultheis zu Frankfort unser freundlicher lieber Vetter uns unterthänig der Wahrheit zur Steuer ihme selbst seiner Voreltern seeligen und auch Jungfer Steffanien seiner Dochter, einen ehrlichen und Geburtsbrief, sammbt seinen Herkommens und ehrbarlichen Lebens und Wandels und waz sonsten ihme und seiner Freundschaft und Erbarkeit wegen Zeugnüs und Kundschaft von nöthen; alßo waz uns dessen hierinn wissentlich freundlich mitzuteilen und zu geben, fleisiglich gebeten: welches wir ihme als ein förmlich und erbare Bitt und Begerde keinesweges versagen oder abschlagen können. Bekennen und sagen darauf bey unsern wahren trewen Glauben, aiden und Pflichten, damit wir der Röm. Kais. Mai. unserm allergn. Herrn, und auch dem Busecker thal (als vierer) zugethan sind, offenbar und wahr seyn, daß beruhter Johann von Buseck unser Vetter, weiland mit der Edlen und dugendhaftigen Frauen Margarethen von Wallendorff seeligen, welche von ihrer Mutter seeligen eine geborne von Reiffenburgk nach christlicher Ordnung in Ehestand begeben, und auch in stehender Ehe mit ihr bekommen Philippsen Ulrichen und obgenannte Steffanien beyde seine noch lebende Kinder von rer beeden Leibe, in der Ehe empfangen, geziehlet und geboren, wie denn seine gemeltes Johanns von Buseck und auch Margarethen seines Ehegemals seeligen vor Eltern, und Anchen (seeliger gedechtnus) löbliches Herkommens und ehrlicher Geburt, alle von Adel gewesen, und die jetzt lebende noch sind, darüber auch eines erbaren Wandels und Lebens auch ihre Nahrung und Güter waß sie dessen ingehabt und nochmals inne haben, ehrbarlich beybracht und bekommen. Welches alles wir bey vorgemelten unsern aiden und Pflichten keines andern Wissen tragen, wie denn auch solches zu mehrerer Bekräftigung unsere des Busecker Thals priviligia und Kais. Freyheiten nicht geringe Zeugnüs geben, und von ihrem adelichen Herkommen und ehelichen Geburt sambt erbaren Wandel zeugen: denn ein jeder Ganerbe seine eheliche und adeliche Geburt vor seinen Anchen beweisen muß, oder aber dero Kais. Freyheit und Ganerbschaft gänzlich entsetzet sein und bleiben, aus welchem Grunde oberührte Johann von Buseck und seine Voreltern solcher Freyheit und Ganerbgesellschaft zu ihrem Anteil fähig und hebig gewesen, auch für sich und seine
Erben noch sind.
Des alles zu wahrer Urkund etc. Geschehen den 10ten Tag Maij a. 1553

Institut für Stadtgeschichte Karmeliterkloster, Frankfurt am Main: Alten-Limpurg 80
Gedr.: Günderrode, Hektor Wilhelm von; Sämmtliche Werke aus dem teutschen Staats- und Privat-Rechte der Geschichte und der Münzwissenschaft; Leipzig 1787; S. 498f, Beylage 2

 
1560 Juli 16
Philipp v. Linden und seine Ehefrau Maria Helena v. Hornau bekunden, dass sie dem Grafen Friedrich Magnus v. Solms gen. Güter und Gefälle zu Laubach, Oberseen, Köddingen, Wetterfeld, Stumpertenrod, Ilsdorf u. a. gegen insgesamt 697 Gulden Frankfurter Währung, nachdem schon ihre Eltern v. Hornau 440 f1. erhalten hatten verkauft haben.
Siegler: Aussteller 1, Johann Mönch v. Buseck, Lorenz und Eberhard v. Schwalbach

Fürstlich-solmsisches Archiv Laubach, Laubacher Urkunden Or. X111/188; Regest aus: HADIS 
 
postum
1563 September 20
Wilhelm Mönch v. Buseck, Amtmann zu Lich, bekundet: Er kann eidlich bezeugen, dass Hans Hermann Mönch v. Buseck von Seiten seines verstorbenen Vaters Johann Mönch v. Buseck ehelich, zum Schild und Helm geboren ist.

HStAD F 28 Nr. 122 Bl. 1: Abschrift des 18. Jh.; Regest aus: HADIS 
 
1571 August 20, Bubenrod
Johann v. Schwalbach der Ältere zu Giessen, Johann v. Göns, Amtmann zu Greifenstein, Conrad v. Radenhausen, Amtmann zu Fritzlar (Firßler), und Philipp v. Schönborn legen Streitigkeiten bei zwischen Wilhelm Mönch, Amtmann zu Lich, und des verst. Johann Mönchs Söhnen Hans Hermann und seinem Stiefbruder und deren Vormündern Reinhart v. Schletten, Amtmann zu Usingen, und Conrad Stömmell und ihrem Pflegesohn Hans Philipp Mönch, da die Teilung der Güter des verst. Johann Mönch des Alten in und um Königsberg und in den Herrschaften Solms und Nassau für Hans Hermann Mönch und seinen Bruder zu Bubenrod ungünstig war: 1. Wilhelm verzichtet auf die Güter Johanns des Alten auf dem Hohensolmser Ufer der Lahn und erhält dafür den freien Hof zu Berstadt. 2. Nachdem Wilhelms Vater Philipp Mönch den Hof zu Unter-Widdersheim und den Portenzehnten zu Berstadt für 550 Goldgulden von den Deutschen Herren zu Marburg allein an sich gelöst hat, obwohl Johanns Erben auf die Hälfte Anspruch haben, diese aber Philipp bzw. Wilhelm 450 Gulden vom Hof zu Bubenrod schulden, läßt Wilhelm von dieser Schuld 150 Gulden nach, während die übrigen 300 Gulden auf die Pfandsumme des Hofs zu Unter-Widdersheim und des Portenzehnten zu Berstadt geschlagen werden, sodaß Johanns Erben diese Pfandschaften mit 275 Goldgulden zuzüglich 300 Frankfurter Gulden lösen müssen. 3. Wenn Lehen unter den Gütern, die Johanns Erben um Königsberg erhielten, bei einem Fall an Wilhelm oder seine Erben kommen sollten, müssen diese an Johanns Erben 50 Goldgulden zahlen.

HStAM Urk. 49 3847; Regest nach HADIS
 
 

1 HStAD F 28 Nr. 92
2 siehe HStAD F 28 Nr. 116 Bl.4  und F 28 Nr. 102 Bl. 2
3 Die Urkunde von 1571 nennt den ältesten Sohn Hans Hermann einen Stiefbruder des Hans Philipp. Da in Hans Philipps Nachruf die Mutter als Küchenmeisterin genannt wird, muss Hans Hermanns aus einer uns bisher unbekannten Ehe stammen. Dorothea Küchenmeister v. Wächtersbach wäre dann die zweite Ehefrau.
 
 

buseckertal.de                                                                                                                                        ©  Text: Elke Noppes M. A.